アットウィキロゴ


DRITTER AKT
(Hof mit Geschützen besetzten Wällen und Mauern des freiherrlichen Schlosses.)

Nr. 23 - Arie

▼MARIA▲
»Jetzt ist er hinaus in die weite Welt,
Hat keinen Abschied genommen,
Du frischer Spielmann in Wald und Feld,
Du Sonne, die meinen Tag erhellt,
Wann wirst du mir wieder kommen?

Kaum dass ich ihm recht in die Augen geschaut,
So ist der Traum schon beendet; –
O Liebe, was führst du die Menschen zusamm',
O Liebe, was schürst du die süsse Flamm',
Wenn so bald und traurig sich's wendet?

Wo zieht er hin? Die Welt ist so gross,
Hat der Tücken so viel und Gefahren; –
Er wird wohl gar in das Welschland geh'n,
Und die Frauen sind dort so falsch und schön!
O mög' ihn der Himmel bewahren!«

Nr. 24 - Quintett und Lied mit Chor

▼FREIHERR▲
Schnell, ihr Knechte, schließt das Thor!
Zur Platteforme mit den Karthaunen!
Nehmt die Bauern scharf aufs Rohr; –
Zieht die Zugbrück' auf! zu schirmen
Gilt's das Schloß jetzt vor den Bauern!

▼GRÄFIN▲
Helft, Herr Schwager! Aus dem Schwarzwald
Kommen sie in hellen Haufen,
Hellebarden, Pickelhauben –

▼FREIHERR UND GRAF VON WILDENSTEIN▲
Laßt sie kommen! Mögt uns glauben:
Sollen all' im Rhein ersaufen;
Nicht so bald
Kehr' ein Bauer heim zum Wald!

▼DAMIAN▲
Ach! ich glaube gar, sie schießen!

▼GRÄFIN UND MARIA▲
Ist das Euch so unbequem?

▼DAMIAN▲
Schießen ist mir wohl genehm,
Aber nicht das Blutvergießen,
Das so leicht damit verbunden,
Da die Kugeln oft verwunden.

▼GRÄFIN UND MARIA▲
Ha, seht doch diesen Feigling an,
Das wär' mir just der rechte Mann!

▼FREIHERR▲
Hört! näher rücken sie schon an;
Ihr Frauen, geht ins Schloß hinan!

▼GRAF VON WILDENSTEIN▲
Horch! näher rücken sie schon an;
Jetzt zeig' als Held dich, Damian!

▼DAMIAN▲
Ja, mein Vater.

▼MARIA▲
Laß uns bleiben! Nicht ins Schloß,
Denn ich fürchte kein Geschoß! –

▼FREIHERR▲
Hört, es verlangt die Bauernrotte,
Daß wir das Schloß ihr übergeben.

▼GRAF VON WILDENSTEIN UND CHOR DER LANDSKNECHTE▲
Erkaufe sie's mit ihrem Leben!

▼FREIHERR▲
Nimm das zur Antwort, freche Rotte!

▼GRAF VON WILDENSTEIN▲
Mein tapf'rer Sohn soll ihnen zeigen,
Wie schwer die Mauern zu ersteigen.

▼DAMIAN▲
Ja, Vater.

▼FREIHERR▲
Junker Damian,
Der ist dazu der rechte Mann!

▼DAMIAN▲
Ja wohl, Herr Oberst.

▼FREIHERR▲
Schnallt, Junker, meinen Pallasch an
Und werft Euch in den Büffelkoller:
Ihr hört, der Sturm vor'm Thor begann.

▼DAMIAN▲
Ach ja, sie schießen immer toller.

▼FREIHERR▲
Ihr sollt die Bauern so verjagen,
Daß sie den Spaß nie wieder wagen.

▼DAMIAN▲
Ach, dürft' ich es ihm doch nur sagen:
Ich kann das Schießen nicht vertragen.

Nr. 25 - Schlachtgesang

▼FREIHERR, GRAF UND CHOR DER LANDSKNECHTE▲
Wohlauf denn zur Schlacht! die Lanzen erhoben!
Dem Feinde geboten die tapfere Brust;
Sie sollen nicht länger die Mauern umtoben,
Zu siegen, zu sterben ist krieg'rische Lust!
Wohlauf denn zur Schlacht!

▼FREIHERR▲
Hört an, wie sich der Bauer wehrt!

▼GRAF VON WILDENSTEIN▲
Gebt Acht! vor meines Sohnes Schwert
Macht ihre Schaar bald rechtsum kehrt.

▼FREIHERR▲
Ei freilich! würd' es anders sein,
Wär' er kein Graf von Wildenstein.

▼DAMIAN▲
Macht auf! – macht auf und laßt mich ein!

▼FREIHERR▲
Hört Ihr es, Graf? – So laßt ihn ein!

▼DAMIAN▲
Zu Hilfe, Vater! dies gemeine Volk
Versteht nicht einmal regelrecht zu fechten,
Hat mir den Helm zerhau'n, das Wamms zerfetzt
Und schlug mir selbst den Pallasch aus der Rechten!

▼FREIHERR▲
Vorwärts! besser ehrlich fallen,
Als von solchem Volk gefangen!

▼DIE LANDSKNECHTE▲
Vorwärts! besser ehrlich fallen,
Als von solchem Volk gefangen!

Nr. 26 - Finale

▼FREIHERR, GRAF VON WILDENSTEIN, GRÄFIN UND CHOR DER LANDSKNECHTE▲
Heil dem Tapfern! Heil dem Sieger!
Der des Feindes Hand
Uns entwand; –
Heil und Dank euch, tapf're Krieger!

▼MARIA▲
Du hier, mein geliebter Werner?
Welches Glück! Ich fass' es kaum!

▼WERNER▲
O Maria, du mein Leben!
O Maria, du mein Traum!

▼CONRADIN▲
Landknechts Treu' hat sich bekundet;
Dankt dies Glück des heimathlosen
Treuen Landsknechts Heldenmuth!

▼MARIA▲
Heil'ger Gott, er ist verwundet! –
Seht nur, seht, wie junge Rosen,
Quillt aus seinem Arm das Blut.

▼CONRADIN▲
Doch was muß ich hier entdecken?
Gräfin – seht! Ein Mal am Arme,
Just wie Eures –

▼GRÄFIN▲
Freude! Schrecken!
Helft mir! daß sich Gott erbarme!
Ach, mein Sohn – verwundet – –

▼FREIHERR▲
Und Maria wird dein Lohn;
Denn den feigen Damian
Nehm' ich nie zum Eidam an!

▼DAMIAN▲
Kommt, Herr Vater! – Ich packe ein
Und reite zurück nach Wildenstein.

▼GRAF UND GRÄFIN VON WILDENSTEIN▲
In Gottes Namen! doch Wildenstein
Wird nun dem rechten Erben sein.

▼GRÄFIN UND MARIA▲
Ach, wie mein Herz voll Freude bebt,
Als fühlt's sein Glück erwachen.

▼CONRADIN▲
»O Rheineskinder, man erlebt
Doch sonderbarliche Sachen!«

▼FREIHERR▲
Recht! so wird's wieder Sonnenschein
Auf Schönau und auf Wildenstein.

▼CHOR DER BÜRGER UND BÜRGERINNEN▲
Seht, da ist er – unser Retter
Der die Stadt vom Feind befreit
Und die Bauern in die Flucht trieb,
Dank und Preis sei ihm geweiht!

▼WERNER▲
»Jung Werner ist der glückseligste Mann
Im römischen Reich geworden;
Doch wer sein Glück ihm angethan,
Das sagt er nicht mit Worten –
Das sagt er nur mit Hei Juchhei! –
Wie wunderschön ist doch der Mai,
Feinslieb ich thu dich grüssen!

▼MARIA UND WERNER▲
»Feinslieb, ich thu dich grüssen!«
So unendlich heiß zu lieben,
Lieben und geliebt zu sein.
So mit ganzer Seele lieben,
Das ist Seligkeit allein!

▼ALLGEMEINER SCHLUSSCHOR▲
»Liebe und Trompetenblasen
Nützen viel zu guten Dingen,
Liebe und Trompetenblasen
Selbst ein adlig Weib erringen;
Liebe und Trompetenblasen,
Mög' es Jedem so gelingen
Wie dem Herrn Trompeter Werner
An dem Rheine zu Säckingen!«
DRITTER AKT
Hof mit Geschützen besetzten Wällen und Mauern des freiherrlichen Schlosses.

Nr. 23 - Arie

MARIA
»Jetzt ist er hinaus in die weite Welt,
Hat keinen Abschied genommen,
Du frischer Spielmann in Wald und Feld,
Du Sonne, die meinen Tag erhellt,
Wann wirst du mir wieder kommen?

Kaum dass ich ihm recht in die Augen geschaut,
So ist der Traum schon beendet; –
O Liebe, was führst du die Menschen zusamm',
O Liebe, was schürst du die süsse Flamm',
Wenn so bald und traurig sich's wendet?

Wo zieht er hin? Die Welt ist so gross,
Hat der Tücken so viel und Gefahren; –
Er wird wohl gar in das Welschland geh'n,
Und die Frauen sind dort so falsch und schön!
O mög' ihn der Himmel bewahren!«

Nr. 24 - Quintett und Lied mit Chor

FREIHERR
Schnell, ihr Knechte, schließt das Thor!
Zur Platteforme mit den Karthaunen!
Nehmt die Bauern scharf aufs Rohr; –
Zieht die Zugbrück' auf! zu schirmen
Gilt's das Schloß jetzt vor den Bauern!

GRÄFIN
Helft, Herr Schwager! Aus dem Schwarzwald
Kommen sie in hellen Haufen,
Hellebarden, Pickelhauben –

FREIHERR UND GRAF VON WILDENSTEIN
Laßt sie kommen! Mögt uns glauben:
Sollen all' im Rhein ersaufen;
Nicht so bald
Kehr' ein Bauer heim zum Wald!

DAMIAN
Ach! ich glaube gar, sie schießen!

GRÄFIN UND MARIA
Ist das Euch so unbequem?

DAMIAN
Schießen ist mir wohl genehm,
Aber nicht das Blutvergießen,
Das so leicht damit verbunden,
Da die Kugeln oft verwunden.

GRÄFIN UND MARIA
Ha, seht doch diesen Feigling an,
Das wär' mir just der rechte Mann!

FREIHERR
Hört! näher rücken sie schon an;
Ihr Frauen, geht ins Schloß hinan!

GRAF VON WILDENSTEIN
Horch! näher rücken sie schon an;
Jetzt zeig' als Held dich, Damian!

DAMIAN
Ja, mein Vater.

MARIA
Laß uns bleiben! Nicht ins Schloß,
Denn ich fürchte kein Geschoß! –

FREIHERR
Hört, es verlangt die Bauernrotte,
Daß wir das Schloß ihr übergeben.

GRAF VON WILDENSTEIN UND CHOR DER LANDSKNECHTE
Erkaufe sie's mit ihrem Leben!

FREIHERR
Nimm das zur Antwort, freche Rotte!

GRAF VON WILDENSTEIN
Mein tapf'rer Sohn soll ihnen zeigen,
Wie schwer die Mauern zu ersteigen.

DAMIAN
Ja, Vater.

FREIHERR
Junker Damian,
Der ist dazu der rechte Mann!

DAMIAN
Ja wohl, Herr Oberst.

FREIHERR
Schnallt, Junker, meinen Pallasch an
Und werft Euch in den Büffelkoller:
Ihr hört, der Sturm vor'm Thor begann.

DAMIAN
Ach ja, sie schießen immer toller.

FREIHERR
Ihr sollt die Bauern so verjagen,
Daß sie den Spaß nie wieder wagen.

DAMIAN
Ach, dürft' ich es ihm doch nur sagen:
Ich kann das Schießen nicht vertragen.

Nr. 25 - Schlachtgesang

FREIHERR, GRAF UND CHOR DER LANDSKNECHTE
Wohlauf denn zur Schlacht! die Lanzen erhoben!
Dem Feinde geboten die tapfere Brust;
Sie sollen nicht länger die Mauern umtoben,
Zu siegen, zu sterben ist krieg'rische Lust!
Wohlauf denn zur Schlacht!

FREIHERR
Hört an, wie sich der Bauer wehrt!

GRAF VON WILDENSTEIN
Gebt Acht! vor meines Sohnes Schwert
Macht ihre Schaar bald rechtsum kehrt.

FREIHERR
Ei freilich! würd' es anders sein,
Wär' er kein Graf von Wildenstein.

DAMIAN
Macht auf! – macht auf und laßt mich ein!

FREIHERR
Hört Ihr es, Graf? – So laßt ihn ein!

DAMIAN
Zu Hilfe, Vater! dies gemeine Volk
Versteht nicht einmal regelrecht zu fechten,
Hat mir den Helm zerhau'n, das Wamms zerfetzt
Und schlug mir selbst den Pallasch aus der Rechten!

FREIHERR
Vorwärts! besser ehrlich fallen,
Als von solchem Volk gefangen!

DIE LANDSKNECHTE
Vorwärts! besser ehrlich fallen,
Als von solchem Volk gefangen!

Nr. 26 - Finale

FREIHERR, GRAF VON WILDENSTEIN, GRÄFIN UND CHOR DER LANDSKNECHTE
Heil dem Tapfern! Heil dem Sieger!
Der des Feindes Hand
Uns entwand; –
Heil und Dank euch, tapf're Krieger!

MARIA
Du hier, mein geliebter Werner?
Welches Glück! Ich fass' es kaum!

WERNER
O Maria, du mein Leben!
O Maria, du mein Traum!

CONRADIN
Landknechts Treu' hat sich bekundet;
Dankt dies Glück des heimathlosen
Treuen Landsknechts Heldenmuth!

MARIA
Heil'ger Gott, er ist verwundet! –
Seht nur, seht, wie junge Rosen,
Quillt aus seinem Arm das Blut.

CONRADIN
Doch was muß ich hier entdecken?
Gräfin – seht! Ein Mal am Arme,
Just wie Eures –

GRÄFIN
Freude! Schrecken!
Helft mir! daß sich Gott erbarme!
Ach, mein Sohn – verwundet – –

FREIHERR
Und Maria wird dein Lohn;
Denn den feigen Damian
Nehm' ich nie zum Eidam an!

DAMIAN
Kommt, Herr Vater! – Ich packe ein
Und reite zurück nach Wildenstein.

GRAF UND GRÄFIN VON WILDENSTEIN
In Gottes Namen! doch Wildenstein
Wird nun dem rechten Erben sein.

GRÄFIN UND MARIA
Ach, wie mein Herz voll Freude bebt,
Als fühlt's sein Glück erwachen.

CONRADIN
»O Rheineskinder, man erlebt
Doch sonderbarliche Sachen!«

FREIHERR
Recht! so wird's wieder Sonnenschein
Auf Schönau und auf Wildenstein.

CHOR DER BÜRGER UND BÜRGERINNEN
Seht, da ist er – unser Retter
Der die Stadt vom Feind befreit
Und die Bauern in die Flucht trieb,
Dank und Preis sei ihm geweiht!

WERNER
»Jung Werner ist der glückseligste Mann
Im römischen Reich geworden;
Doch wer sein Glück ihm angethan,
Das sagt er nicht mit Worten –
Das sagt er nur mit Hei Juchhei! –
Wie wunderschön ist doch der Mai,
Feinslieb ich thu dich grüssen!

MARIA UND WERNER
»Feinslieb, ich thu dich grüssen!«
So unendlich heiß zu lieben,
Lieben und geliebt zu sein.
So mit ganzer Seele lieben,
Das ist Seligkeit allein!

ALLGEMEINER SCHLUSSCHOR
»Liebe und Trompetenblasen
Nützen viel zu guten Dingen,
Liebe und Trompetenblasen
Selbst ein adlig Weib erringen;
Liebe und Trompetenblasen,
Mög' es Jedem so gelingen
Wie dem Herrn Trompeter Werner
An dem Rheine zu Säckingen!«
最終更新:2026年08月28日 06:50